Begegnungen

eine andere Form der Suchtprävention

Über das Projekt

Schülerinnen und Schüler der Waldorfschule besuchen die Klinik für Alkohol- und Drogenkranke in Kiel-Elmschenhagen. Dort, wo jährlich ca. 1.500 Suchtkranke stationär und ambulant behandelt werden, kommen die Teenager unter Leitung einer Ärztin mit abhängigen Patienten und Patientinnen ins Gespräch. Das altersangemessene, erfahrungsbezogene Projekt zur Drogenprävention ist ein Projekt zur Förderung des ganzheitlichen Wissens um Drogenabhängigkeit sowie zur Entlastung und Schulung der Lehrer und Lehrerinnen.

Da die spezifischen Modelle aus der Psychologie, Soziologie oder Biologie für sich allein genommen das Phänomen „Sucht“ nicht ausreichend erklären können, werden diese Ansätze zu einem multifaktoriellen Konzept verbunden, das das Dreieck der Sucht-Entstehung – psychoaktive Substanz (Droge), Individuum (Set) und Gesellschaft bzw. soziales Umfeld (Setting) – in den Fokus nimmt. Unter diesem Blickwinkel gibt es keinen einfachen kausalen Ursache-Wirkungs-Zusammenhang, sondern Suchtwirkung wird vielmehr als ein dynamischer Prozess mit fließenden und einander überlappenden Übergängen verstanden. Der süchtige Gebrauch von Drogen (wie anderes süchtiges Handeln auch) ist dabei eine Phase in dem mehrphasigen Prozess, der sich aus Vorgeschichte, Einstieg, Fortsetzung und Gewöhnung, Sucht im Sinne von Suche und schließlich Ausstieg zusammensetzt. In der Therapie richtet sich der Blick sowohl auf die Substanz als auch das Individuum und die Gesellschaft bei der Entstehung von Abhängigkeit.

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