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Kakamega Day-Care and Educational Training Centre in Shikoti, Kenia

Projekt-Fakten

  • Projektlaufzeit: 2006 – 2009
  • Gefördert aus Mitteln der Bingo! – Projektförderung und Mitteln des BMZ
  • Ziel: Bau des Sozialzentrums “Kakamega Day-Care and Educational Training Centre” in Shikoti, Kenia
  • Ergebnis: Fertigstellung des Rohbaus

Projekt-Beschreibung

Kakamega, ca. 420 km von Nairobi entfernt, ist eine kleine Stadt in Kenia in der Nähe des Viktoria-Sees. Shikoti Village liegt davon gut 2 km entfernt. Das Einkommen der Armen liegt hier bei unter einem Dollar pro Tag, HIV/AIDS und Malaria sind weit verbreitet. In Shikoti gibt es 4.000 arbeitslose Jugendliche, Erwachsene und Kinder, die von HIV/AIDSbetroffen sind, entweder sind sie selbst infiziert oder aber ihre nächsten Angehörigen. Täglich steigt die Zahl der AIDSwaisen. Unternährung ist ein großes Problem in der Region.

Ende der 1990er Jahre erwarb Dr. Philip Owino, zum Projektzeitpunkt Professor an der Kenyatta Universität Nairobi und Direktor der HIV/AIDS Control Unit (ACU), Land für umgerechnet 4.500,00 Euro in Shikoti, seinem Heimatdorf, um darauf für die Community ein Sozialzentrum zu bauen und damit den Menschen eine Möglichkeit zu geben, ihre sozial-ökonomischen und gesundheitlichen Probleme selbst anzugehen und zu lösen.

Mit dem Kakamega Day-Care and Educational Training Centre sollten der Not leidenden Bevölkerung von Shikoti Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt werden, um ernährungstechnische, medizinische, und psychologische Versorgung für die HIV/AIDS-Betroffenen und Malariakranken zu gewährleisten. Ein weiteres Ziel war, Frauen und Jugendliche in Grundlagen für das Management von Kleinstbetrieben auszubilden und ihnen anschließend Finanzhilfen für die Gründung oder Ausweitung eines Betriebes zur Verfügung zu stellen.

Zum Zeitpunkt der Projektbeantragung nicht absehbar, destabilisierte sich die politische Situation in Kenia und beeinflusste den Bau des Sozialzentrums:

Wegen schwerer gewalttätiger Unruhen im Zuge der Präsidentschaftswahlen im Dezember 2007, die Kenia an den Rand des Bürgerkriegs brachten und im Februar 2008 ihr vorläufiges Ende fanden, wurden die Bautätigkeiten für längere Zeit unterbrochen. In dem Konflikt wurden über 1.200 Menschen getötet, mehr als 600.000 Menschen mussten vor den Gewalttätigkeiten fliehen. Aufgrund der instabilen Situation konnte der Rohbau des Sozialzentrums daher nicht wie geplant 2008, sondern erst im Jahr 2009 fertig gestellt werden. Aufgrund der schwierigen politischen Verhältnisse, aber auch persönlicher Umstände (Krankheit, Umzug) ist der Kontakt zum kenianischen Projektpartner inzwischen leider abgerissen. Dem Verein stehen keine aktuellen Informationen über den Status quo des Sozialzentrums in Shikoti zur Verfügung.

Aktuell: Inzwischen hat sich die politische Lage in Kenia weiter destabilisiert. Immer wieder erschüttern terroristische Anschläge das Land (es sei an den Überfall auf das Westgate-Einkaufszentrum in Nairobi im September 2013 mit 67 Toten erinnert). Das Auswärtige Amt warnt Reisende insbesondere vor Vergeltungsaktionen der somalischen Al-Shabaab-Terrororganisation, aber auch vor bewaffneten Überfällen und Entführungen in den Touristenorten (so wurden jüngst eine russische und eine deutsche Touristinnen in Mombasa auf offener Straße erschossen).