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Heilhaus Kiel: Ein Ort der Fürsorge und Begegnung

Ein Ort der Heilung, Begegnung und Lebensfreude: Wertfreie Begegnungen und zwischenmenschliches Interesse

In unserer hektischen und reizüberfluteten Zeit erfahren die Menschen nur noch wenig Schutz, Ruhe, Geborgenheit und Umhüllung. Besonders junge Menschen und junge Erwachsene sind auf der Suche nach Zugehörigkeit und nach einem Sinn im Leben, der in dieser, durch die materielle Überbetontheit des Daseins charakterisierten Welt nur noch schwer zu finden ist. Träumen, Fragendürfen und ehrliche und wahrhaftige Antworten zu erhalten, Visionen zu empfangen und Begegnung in Natürlichkeit und Authentizität zu erfahren sowie Gemeinschaft zu erleben, sind Bedürfnisse, die nur selten in einem gesunden, heilenden Rahmen möglich sind. Oft jedoch zwingen einen Krankheiten psychischer und physischer Art dazu, sich diesen Fragen zu stellen. Zwar gibt es vielerlei Begegnungsstätten, diese sind aber selten frei von religiösen oder politischen Dogmen und Konzepten.

Die Aufgabe des Heilhauses soll es sein, insbesondere für suchende und kranke Menschen eine Atmosphäre der Freude und des Friedens, der Fürsorge, Angstfreiheit, Liebe und Offenheit sowie des Schutzes anzubieten. Das Heilhaus soll Begegnungsstätte und Behandlungsort sein für Menschen aller Altersstufen, Geschlechter, Nationalitäten und Religionen, unabhängig davon, ob Menschen krank oder gesund sind. Das respektvolle und fröhliche Miteinander bietet speziell für Menschen in Not einen besonderen heilenden Raum.

Anders als in Krankenhäusern, wo oftmals Angst und Anspannung, Hierarchien und Ohnmachtsgefühle Menschen passiv und niedergeschlagen werden lassen, ist das Heilhaus, das frei und unabhängig von allen Trägern sein soll, Ort der Heilung, der Begegnung und der „Erziehung zu menschlichen Werten“.

Heilhaus – Heilpark – Lebensschule

Das Gesamtkonzept des Heilhauses will Menschen auf ihrem Weg der Gesundung und Heilung auf vielfältige Weise unterstützen. Es steht auf drei Säulen: dem Heilhaus als Stätte der Begegnung, dem Heilpark als Naturerlebnisort und dem Konzept der Lebensschule als Bildungsangebot zu Frieden und Mitmenschlichkeit. Das Heilhaus ist offen für alle Menschen und beruht auf dem Prinzip des Gebens und Nehmens: jede, die oder jeder, der etwas bekommt, gibt auch etwas an die Gemeinschaft zurück.

Das Heilhaus

Das Haus soll Platz bieten für Seminare, Behandlungen und Therapien, einen Rückzugsort, ein Notzimmer für akut Gefährdete, und über eine Küche verfügen. Zusätzlich wäre auch ein Platz für eine Werkstatt wünschenswert.

Im Heilhaus bieten Therapeuten und Therapeutinnen mit den verschiedensten Ausrichtungen ihre Angebote ehrenamtlich an (bspw. Körpertherapien, kreative Therapie, Traumarbeit, Meditation, Redekreise, Naturpädagogik u.a.).

In Ergänzung zum therapeutischen Angebot besuchen Menschen „wie Du und ich“ das Haus und nehmen an der Gemeinschaft teil. Sie bringen sich mit ihren Stärken und Kompetenzen ein oder sind einfach nur für den/die andere/n da. Es können auch „Patenschaften“ für Menschen übernommen werden, die zu den Randgruppen unserer Gesellschaft zählen.

Der Heilpark

Für das Heilhaus-Projekt wird ein Grundstück benötigt, das erlaubt, Heilung durch die, mit der und in der Natur zu erleben. Das Haus und das Grundstück sollten also in naturnah sein oder Zugang zur Natur ermöglichen. Verkehrsanbindung und Bebauung sollten so sein, dass der Weg dorthin keine Barriere darstellt.

Der Umgang mit der Erde, mit Bäumen und Pflanzen, das Anbauen und Ernten von Obst und Gemüse wie auch der Umgang mit Gnadenhoftieren sind bedeutsame „ursprüngliche“ sinnstiftende Erfahrungen, die dem Einklang von Körper und Seele zu gute kommen und sich besonders in der Therapie traumatisierter Menschen bewährt haben.

Es können verschiedenste therapeutische Angebote im Heilpark durchgeführt und spezielle Plätze für Besinnung und auch Ritualarbeit (Trauerplatz, Kraftplatz, ein Platz für die Abgabe von Traumata) besucht werden.

Die Lebensschule

Das Anliegen der Lebensschule ist es, Menschen zu befähigen, in Achtsamkeit und Bewusstheit zu leben und das „normale Menschsein“ wieder zu „erlernen“. Es können Kurse besucht werden zu Themen wie Lebensfreude, Glück, Elternschaft, Mannsein/Frausein, gewaltfreier Kommunikation, Umgang mit Trauer u.a.m., die sowohl von weisen Lehrern und Lehrerinnen, aber auch von Betroffenen selbst, die ihre biografischen Erfahrungen weiter geben möchten, angeboten werden. Desgleichen werden Menschen aus der internationalen NGO-Arbeit, die sich für die Durchsetzung und Einhaltung der Menschenrechte einsetzen oder die mit ihrem sozialen Engagement ihren Communities helfen, eingeladen. Auch sie berichten von ihren Erfahrungen, können aber auch die Angebote des Heilhauses zu Ihrer Regeneration nutzen.

Möchten Sie die Idee des Heilhauses unterstützen oder mehr erfahren, nehmen Sie Kontakt zu uns auf. Wir vermitteln das Gespräch mit der verantwortlichen Ärztin und Therapeutin Andrea Marggraf.