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Die Geschichte von Create Future e.V.

Jede Unternehmung, auch eine soziale Initiative, startet mit aufregenden Fragen

Die Idee, eine Nichtregierungsorganisation (NGO) zu gründen, entstand in Zusammenhang mit der Errichtung eines akademischen Gender-Forschungsinstituts an der Universität Pretoria (Südafrika). Von 2001 – 2004 wurde dieses im Auftrag des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) von Gründungsmitgliedern unseres Vereins im Rahmen ihrer wissenschaftlichen Tätigkeiten an der Fachhochschule Kiel zusammen mit den Partnerinnen vor Ort etabliert. Die Gründungsmitglieder Ingelore Welpe, Britta Thege und Karin Peters beschäftigten damals besonders die Fragen:

  • Was können wir konkret zur Entwicklung einer geschlechtergerechten Gesellschaft beitragen?
  • Wie können wir wirtschaftlich, sozial und kulturell diskriminierte Frauen unterstützen?
  • Wie können wir lokale Initiativen zur Chancengleichheit sinnvoll  fördern?
Create Future e.V. Vorstand: Karin Peters, Ingelore Welpe, Britta Thege
Der Vorstand von Create Future e.V., v.l.: Karin Peters, Prof. Dr. Ingelore Welpe, Dr. Britta Thege

Da die gleichberechtigten Verhältnisse zwischen den Geschlechtern den Dreien ein wichtiges Anliegen ist, gründeten sie im Jahr  2002 zunächst den Verein für Geschlechterdemokratie Schleswig-Holstein e.V. (VGSH), der später in Create Future e.V. umbenannt wurde.

Südafrikanische Erfahrungen

Während ihrer Arbeit in Südafrika im Auftrag des DAAD lernten Ingelore Welpe und Britta Thege von den Menschen vor Ort viel über deren prekären wirtschaftlichen und schwierigen psychosozialen Lebensrealitäten. Diese sind u.a. geprägt von extremen sozialen Ungleichheiten, Gewalt an Frauen, sozialer Exklusion von HIV-Kranken und täglichen Überlebenskämpfen.

Dr. Britta Thege (links) und Prof. Dr. Ingelore Welpe (rechts)
Dr. Britta Thege (links) und Prof. Dr. Ingelore Welpe (rechts) bei einem der ersten Südafrika-Projekte

Angesichts ihrer Erfahrungen wollten sie über die wissenschaftliche Arbeit hinaus einen sozialen Mehrwert für benachteiligte Menschen schaffen, und zwar im Wesentlichen gestützt auf Initiativen von und gemeinsam mit den Menschen vor Ort.

Anstöße für ein konkretes und dauerhaftes Engagement in Projekten zur Chancengleichheit in Südafrika erhielten sie von zwei ganz besondere Menschen, mit denen Create Future e.V. nach wie vor in Verbindung steht:

Gladys Nqoko und Dr. Marjorie Jobson:
Starke südafrikanische Frauen und unsere Begleiterinnen von der ersten Stunde an

Dr. Marjorie Jobson
Dr. Marjorie Jobson

Dr. Marjorie Jobson ist Direktorin der Khulumani Support Group. Sie ist ferner Commissioner in der Commission for the Promotion and Protection of the Rights of Cultural, Religious and Linguistic Communities, eine vielfach ausgezeichnete Menschenrechtsaktivistin und heutige National Director des Social Movement Khulumani Support Group. Sie kämpft für Menschenrechte, Frauenrechte und social justice in Südafrika.

Marjorie Jobson spielte eine wichtige Rolle bei der Aufnahme der südafrikanishen Aktivitäten von Create Future e.V. Durch sie erhielten wir Zugang zu Grassroots-Projekten in Südafrika, Kontakt zu Schlüsselpersonen der südafrikanischen Öffentlichkeit und in zahlreiche Communities hinein. Sie ebnete maßgebliche Wege für unsere südafrikanischen Projekte und engagierte sich selbst in vielen Aktivitäten von Create Future e.V. Mit ihr verbindet uns eine langjährige, freundschaftliche und konstruktive Zusammenarbeit.

Gladys Nqoko
Gladys Nqoko

Gladys Nqoko, die in ihrem Township Soshanguve in der Nähe Pretorias mit unserer Fördererung das Siyafunda Haven & Day Care Centre gründete und 2003 von der Zeitschrift Elle für ihr soziales Engagement als Woman of the Year nominiert wurde.

Mit der von Gladys Nqoko gegründeten NGO in Shoshanguve und dem damaligen Verein für Geschlechterdemokratie Schleswig-Holstein e.V. (VGSH) war die Basis für unsere nachhaltigen sozialen Community-Projekte in Südafrika gelegt. Bis heute arbeiten wir zusammen mit lokalen Partnern und Partnerinnen sowie mit befreundeten Menschen im südlichen Afrika und mittlerweile auch in Indien. Wir arbeiten für die Schaffung demokratischer, diskriminierungsfreier Gesellschaften und von Chancengleichheit. Zu unseren aktuellen und abgeschlossenen Projekten können Sie hier weiterlesen.

Wissenstransfer, Interkulturalität und Kooperation: Das ist charakteristisch für die sozialen Projekte vor Ort und international von Create Future e.V.

Wechselseitiger nord-südlicher Wissenstransfer durch öffentliche Vorträge, Bildungsprojekte, Ausstellungen, Trainingsworkshops für Lifeskills und Gender-E-Quality sowie gruppenbezogene Trauma-Arbeit und interkulturelle Dialoge gehören inzwischen zu den Standardaktivitäten von Create Future e.V.

Das internationale Netzwerken und die Verbindung von anwendungsbezogener akademischer Arbeit und sozialer humanitärer Projektarbeit in Buchpublikationen und Multimediaprodukten sind ein besonderes Ziel und eine Kernkompetenz von Create Future e.V.

Im Jahr 2012 begingen wir als NGO unser zehnjähriges Bestehen. Interkulturell noch mehr Menschen und Gruppen zum Start in eine bessere Zukunft zu verhelfen, bleibt auch für die Zukunft das Credo, dem wir uns verpflichten.

Aktuelle Schwerpunkte

Der jüngste Gender Gap Report 2013 (hier abrufbar) zeigt, dass zur Durchsetzung von Emanzipationsbewegungen und Chancengleichheit – auch in Deutschland – weiterhin Projekte initiiert und unterstützt werden müssen. Create Future e.V. richtet deshalb in den kommenden Jahren einen zielgruppenbezogenen Deutschlandschwerpunkt ein.

Angesichts auch über Geschlechterverhältnisse hinausgehend zunehmender sozialer Ungleichheit in Deutschland setzen wir uns aktuell regional für mehr Chancengleichheit benachteiligter Menschen ein, z.B. für Asylsuchende,  sozial benachteiligte junge Mütter, von Drogenkonsum betroffene oder gefährdete (junge) Menschen (siehe unsere aktuellen Projekte). Des Weiteren bleiben wir nach wie vor international aktiv.

Create Future e.V. 2020 – für eine bessere soziale Zukunft vor Ort!